Pflegehilfsmittel ab Pflegegrad 1 – diese Unterstützung steht Pflegebedürftigen zu

Pflegehilfsmittel ab Pflegegrad 1 – diese Unterstützung steht Pflegebedürftigen zu

Pflegebedürftigkeit bringt viele Herausforderungen mit sich – organisatorisch, emotional und finanziell. Um den Alltag für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu erleichtern, sieht die Pflegeversicherung wichtige Unterstützungsleistungen vor. Eine davon sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, die bereits ab Pflegegrad 1 in Anspruch genommen werden können.

In diesem Artikel erfahren Sie, wem Pflegehilfsmittel zustehen, in welcher Höhe sie übernommen werden und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

Was sind Pflegehilfsmittel zum Verbrauch?

Pflegehilfsmittel zum Verbrauch sind Produkte, die im Pflegealltag regelmäßig benötigt werden und aus hygienischen Gründen nicht mehrfach verwendet werden können. Sie tragen maßgeblich dazu bei, die Pflege zu Hause sicherer und hygienischer zu gestalten.

Zu den Pflegehilfsmitteln zählen unter anderem:

Einmalhandschuhe

Händedesinfektionsmittel

Flächendesinfektionsmittel

Schutzschürzen

Mundschutz / FFP2-Masken

Bettschutzeinlagen (Einmalgebrauch)

Diese Hilfsmittel dienen sowohl dem Schutz der pflegebedürftigen Person als auch der pflegenden Angehörigen oder Pflegepersonen.

Pflegehilfsmittel ab Pflegegrad 1 – das ist wichtig zu wissen

Ein häufiges Missverständnis: Viele Betroffene gehen davon aus, dass Leistungen der Pflegekasse erst ab einem höheren Pflegegrad greifen. Das ist bei Pflegehilfsmitteln nicht der Fall.

👉 Bereits ab Pflegegrad 1 besteht ein gesetzlicher Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch.

Die Pflegekasse übernimmt die Kosten bis zu 42 Euro pro Monat (§ 40 Abs. 2 SGB XI). Dabei handelt es sich um einen monatlichen Höchstbetrag, der nicht ausgezahlt, sondern für entsprechende Produkte verwendet wird.

Wer hat Anspruch auf Pflegehilfsmittel?

Der Anspruch auf Pflegehilfsmittel besteht, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

✔ Es liegt mindestens Pflegegrad 1 vor

✔ Die pflegebedürftige Person wird ambulant, also zu Hause, betreut

✔ Die Pflege erfolgt durch Angehörige, Freunde oder einen ambulanten Pflegedienst

Wichtig:
Pflegehilfsmittel zum Verbrauch stehen ausschließlich ambulant gepflegten Personen zu. Bewohnerinnen und Bewohner von stationären Pflegeeinrichtungen (Pflegeheimen) haben keinen Anspruch, da die Versorgung dort bereits über die Einrichtung sichergestellt ist.

Wie erfolgt die Kostenübernahme?

Die Abrechnung der Pflegehilfsmittel erfolgt direkt mit der Pflegekasse. Pflegebedürftige oder Angehörige müssen in der Regel nicht in Vorleistung gehen.

Viele Anbieter stellen die Pflegehilfsmittel bequem monatlich als Pflegehilfsmittelbox nach Hause zu. Die Zusammenstellung kann dabei individuell an den Bedarf angepasst werden – selbstverständlich innerhalb des gesetzlichen Betrags von bis zu 42 Euro pro Monat.

Unterstützung durch die DPV Deutsche Pflegeversorgung GmbH

Die DPV Deutsche Pflegeversorgung GmbH unterstützt Pflegebedürftige und ihre Angehörigen dabei, ihre Ansprüche einfach und unkompliziert wahrzunehmen. Von der Antragstellung bei der Pflegekasse bis zur regelmäßigen Lieferung der Pflegehilfsmittel wird alles aus einer Hand organisiert.

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